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Alle Fächer auf einen Blick

Gesellschaft

Das Fach Geographie erfreut sich seit vielen Jahren bei unseren Schülerinnen und Schülern einer großen Beliebtheit. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass Geographie in drei unserer Oberstufenprofile als profilgebendes Fach vertreten ist. In Zeiten, in denen Distanzen zu anderen Ländern und Kulturen dank modernster Technik problemlos zu überwinden sind, ist es wichtig, sich mit der naturräumlichen und kulturellen Vielfalt unserer Erde auseinanderzusetzen, um diese zu erkennen und zu verstehen. Das Eingreifen des Menschen in den Raum und die vielfältigen Auswirkungen, die sich aus der Interaktion der auf der Erde vorhandenen bzw. vom Menschen ausgehenden Wirkungsfaktoren ergeben, machen die Komplexität, allerdings auch den Reiz und die Anziehungskraft des Faches Geographie aus.  

„Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.” Immanuel Kant (1724 – 1804): Vorlesungen zur Physischen Geographie.

  Der Fachunterricht Geographie findet am Gymnasium Meiendorf von der Jg.6 bis zur Oberstufe statt. Ab der Jahrgangstufe 7 bis zum Abitur wird das Fach auch bilingual angeboten. Weitere Hinweise hierzu sind auf der Seite zum bilingualen Unterricht zu finden.

  • In Jg. 6 (dort halbjährig mit zwei Fachtagen) beschäftigen wir uns mit den Themen „Orientierung auf der Erde“, „Leben und Wirtschaften in Deutschland“ und dem Nahraum „Hamburg als Lebensraum“. Während der zwei ganztägigen Fachtage wird das Thema „Orientierung“ inkl. Kartographierung vertieft und der Lebensraum Alpen näher betrachtet.
  • In Jg. 7 lernen die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt Europas kennen und die Grundlagen für das unterschiedliche Leben und Wirtschaften in den Klima- und Vegetationszonen unserer Nachbarländer;
  • Eine Besonderheit ist hier der thematisch anknüpfende Ausflug in das Klimahaus Bremerhaven, um dort unseren theoretischen Unterricht mit allen Sinnen erweitern zu können.
  • In Jg.8 erfahren die SuS interessante Details über die Weltmacht USA und die Länder China und Indien als heranwachsende Wirtschaftsmächte.
  • In Jg. 9 analysieren die Klassen den Aufbau der Erde und die Kräfte, die tagtäglich dafür sorgen, dass die Erde ein lebendiger und sich ständig wandelnder Planet ist.
  • In Jg. 10 betrachten wir die Struktur der Weltwirtschaft und der Globalisierung. Die dabei auffallenden unterschiedlichen Entwicklungsstände verschiedener Staaten bieten viel Gesprächs- und Diskussionsstoff.

In der Oberstufe lauten die vier großen Themenbereiche der Semester in den Profilen und in den Grundkursen: Stadtgeographie, Ökologie, globale Disparitäten und Nachhaltigkeit. Neben dem regulären Unterricht versucht der Fachbereich Geographie den Unterricht durch Exkursionen an außerschulischen Lernorten zu bereichern. Zudem nehmen die Geographie-Kurse der Mittelstufe jährlich am größten deutschen Schülerwettbewerb „DIERCKE WISSEN“ (http://www.diercke.de/wissen) teil.

 

Was will der Geschichtsunterricht erreichen?


Im Geschichtsunterricht geht es nicht um das reine Auswendiglernen und Abfragen von Jahreszahlen, sondern um die Vermittlung von

  • Gegenwartsverständnis (wie beeinflussen Ereignisse der Vergangenheit unsere Gegenwart und Zukunft?),
  • persönlicher Orientierung (inwieweit werde ich als einzelner von der Vergangenheit geprägt?),
  • politischer Handlungsfähigkeit (die Entwicklung unserer Gesellschaft ist ein ständiger Prozess – wie beurteile ich ihn und wie kann und will ich ihn beeinflussen?),
  • Toleranz und Fremdverstehen (warum unterscheiden sich viele historische Gesellschaftsformen und Lebensweisen so grundsätzlich von unserer eigenen?)

durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit. Ganz ohne Raster können diese Lernziele natürlich nicht erreicht werden, weshalb über die Jahre zunehmend ein Wissen über Namen, Daten und Sachzusammenhänge aufgebaut wird, das die Schüler zum kritischen Umgang mit und Deuten von Quellen befähigt.

Welche Themen werden besprochen?


Der Geschichtsunterricht beginnt in der 6. Klasse mit der Frage, was eigentlich Geschichte ist, wo Vergangenheit anfängt und wie weit sie überhaupt zurückgehen kann, gibt einen ersten Einblick in die Arbeit der Archäologen und beschäftigt sich dann mit den verschiedenen Gesellschaftsformen der Ur- und Frühgeschichte, der frühen Hochkulturen und der Antike. In der 7. Klasse steht die Lebenswelt des Mittelalters im Zentrum, in der 8. Klasse steht die Entwicklung erster moderner Demokratien sowie der Industrialisierung im Mittelpunkt. Die 9. Klasse beschäftigt sich mit den Konflikten innerhalb und außerhalb Europas, die zum Ersten Weltkrieg, zur Gründung der Weimarer Republik und letztendlich auch zur Machtergreifung Hitlers 1933 führten. Im Laufe der 10. Klasse wird mehr und mehr die Gegenwartsgeschichte von der Nachkriegszeit über den Kalten Krieg bis zur Wiedervereinigung ins Zentrum des Unterrichts gerückt.

In der Profiloberstufe wird Geschichte innerhalb der ästhetischen Profile („Mensch-Macht-Kunst“ und „Ausdruck und Wahrnehmung“) als profilgebendes Fach 4-stündig fortgeführt. Es ist aber auch eine 2-stündige Anwahl des Faches Geschichte auf grundlegendem Niveau außerhalb der Profilschiene möglich. Die inhaltlichen Schwerpunkte im Geschichtsunterricht der Oberstufe werden durch das Zentralabitur geprägt.

Wie wird gearbeitet?


Neben dem Schulbuch, Sach- und Textquellen, Bildern, Karikaturen, Statistiken und Liedern stehen für alle Klassen begleitende Materialien am PC zur Verfügung. Selbständige Recherche über historische Ereignisse führen die Schüler nicht nur in der schuleigenen Bibliothek und im Internet durch, in der 10. Klasse bzw. in der Oberstufe besuchen sie das Hamburger Staatsarchiv, um vor Ort einen Einblick in Originalquellen bekommen zu können. Aber auch das reiche Museumsangebot Hamburgs wird genutzt. Unter anderem erproben sich Sechstklässler im steinzeitlichen Feuermachen und Werkzeugschlagen z.B. im Helms-Museum; Achtklässler können im Auswanderermuseum BallinStadt auf der Veddel die Sorgen, Nöte und Umstände nachvollziehen, die Flüchtlinge in der Vergangenheit auf die Suche nach einer neuen Heimat trieben; Zehntklässler arbeiten in Neuengamme mit Quellen, die ihnen das Schicksal politischer Häftlinge im KZ-Neuengamme näher bringen.

History – Geschichte Bilingual


Geschichte wird am Gymnasium Meiendorf ab der 7. Klasse auch auf Englisch angeboten. Dabei unterscheiden sich die Inhalte, die in History vermittelt werden, nicht vom normalen Geschichtsunterricht. Die Erarbeitung der sozialen und politischen Themenschwerpunkte auf Englisch bereiten Schülern, die Interesse an unserem Projekt Model United Nations (MUN) haben, außerdem einen leichteren Einstieg ins Erörtern und Debattieren gegenwärtiger globaler  politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Fragestellungen auf Englisch.

I. Breckwoldt (Stand 2017)

 

Philosophieren bedeutet, selbstverständlich geglaubte Dinge in Frage zu stellen.  

Während in anderen gesellschaftswissenschaftlichen Schulfächern also vielleicht gefragt wird, wie das Staatsoberhaupt von Italien heißt, fragen wir in Philosophie, was ein Staatsoberhaupt eigentlich ausmacht und ob ein Staat überhaupt ein Oberhaupt braucht.  

Grundsätzlich orientieren wir uns in allen Jahrgängen an Immanuel Kants vier großen Fragen:

  1. Was kann ich wissen? — Wir setzen uns damit auseinander, wie Vorurteile und Urteile entstehen, ob wir unseren Sinnen oder unserem Verstand trauen können und was es eigentlich heißt, gebildet oder klug zu sein.
  2. Was soll ich tun? — Wir beschäftigen uns mit ethischen Fragen rund um Themen wie Gerechtigkeit, Freundschaft, Liebe oder Macht.
  3. Was darf ich hoffen? — Wir befassen uns mit dem Sinn des Lebens, gesellschaftlichen Prozessen, dem Umgang mit dem Tod und mit Religionskritik.
  4. Was ist der Mensch? — Wir fragen uns, was den Menschen vom Tier und vom Roboter unterscheidet, was Schönheit und Kunst eigentlich bedeuten und welche Rollenbilder wir wann verkörpern.

 
Philosophie am Gymnasium Meiendorf heißt:

  • das Staunen über Alltägliches erhalten bzw. wiedergewinnen
  • einen Einblick in die wichtigsten Positionen und Gedankenexperimente der Philosophiegeschichte erhalten
  • philosophische Motive auch in Romanen, Filmen und TV-Serien zu erkennen und zu ergründen
  • Freude am Denken ausleben
  • kritisches Hinterfragen üben
  • logisch stringentes Argumentieren erlernen
  • zu begründeten Urteilen kommen
  • ein Problembewusstsein zu entwickeln, gute Fragen stellen, gemeinsam Antworten finden und manchmal auch aushalten lernen, dass es keine abschließenden Antworten gibt

 
Ab Jahrgang 8 bis hin zum Abitur kann zwischen Religion und Philosophie gewählt werden.  

In den Klassen 9 und 10 kann MUN als Wahlpflichtfach gewählt werden. In der Oberstufe ist es fester Bestandteil der Oberstufenprofile “Internationale Beziehungen” sowie “International Relations”.

Weitere Informationen zum Thema MUN finden Sie auf unserer MUN-Seite.

Inhalte des Unterrichts:


Im Fach PGW (ab der 8. Klasse) wird unseren Schülern Demokratiekompetenz vermittelt. Ausgehend von ihrer eigenen Lebenswelt, der Familie, der Clique und der Schule lernen sie die verschiedenen Ebenen des gemeinschaftlichen und gemeinschaftlich geregelten Zusammenlebens kennen. Sie erörtern dieses in Bezug auf seine Zwänge und Gestaltungsmöglichkeiten, um wiederum eigene Möglichkeiten nutzen zu können, am politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen und dieses mitzugestalten.
In der 9. Klasse nimmt die Vorbereitung zum dreiwöchigen Betriebspraktikum einen recht großen Raum ein. Die Schüler haben dann die Möglichkeit für drei Wochen Arbeitsabläufe und Koordination in einem Betrieb näher kennenzulernen.
Gleichzeitig werden die Inhalte in Klasse 9 und 10 zunehmend komplexer: Es werden marktwirtschaftliche Prozesse betrachtet, politische Systeme und die aktuelle internationale Politik analysiert sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Sozialstaates erörtert. In diesem Zusammenhang sind die Schüler dazu eingeladen, ihr erworbenes Wissen innerhalb der Simulation Model United Nations (MUN) weiter zu festigen.
An die Lerninhalte angebunden sind Exkursionen, z.B. zum Gericht, ins Rathaus oder nach Möglichkeit auch nach Berlin.
In der Oberstufe ist PGW gleich in mehrere Profilen vertreten – als profilgebendes und als profilbegleitendes Fach. Hier können fächerübergreifende und vertiefende Projekte erarbeitet werden, die sich aktuellen Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft widmen.

Leistungsbewertung PGW & Geschichte

B. Lohmann (Stand 2017)

Fühlen, Denken und Handeln des Menschen stehen im Fach Psychologie im Mittelpunkt.

Die SchülerInnen lernen Erkenntnisse aus der Wissenschaft der Psychologie kennen und sollen diese, wenn möglich, mit eigenen Erfahrungen und Beobachtungen abgleichen. Dadurch kann die Eigenwahrnehmung und die Wahrnehmung der Lebenswelt geschärft und reflektiert werden. Außerdem lernen die SchülerInnen Berufsfelder und wissenschaftliche Forschungsmethoden sowie Diagnoseverfahren und therapeutische Ansätze aus der Psychologie kennen.
Die Unterrichtsinhalte sind vor allem lebensnahe Themen wie Wahrnehmung, Lernpsychologie, Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie, Kommunikation und Bindungstheorien. Außerdem beschäftigen sich die SchülerInnen mit psychischen Krankheitsbildern und Persönlichkeitsstörungen. Arbeitsprozesse, in denen die SchülerInnen eigenständig zu Hypothesen und Fragestellungen recherchieren und forschen, sind ein ebenso bedeutender methodischer Teil des Unterrichts, wie der Austausch in der Gruppe, welcher eine respektvolle und wertschätzende Kommunikation voraussetzt und fordert.

Das Fach wird in der Oberstufe als Grundkurs angeboten.

A. Nennhaus (Stand 2017)

Das Fach Religion wird am Gymnasium Meiendorf in Klasse 5 und 6 mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Ab Klasse 8 wird Religion als Wahlpflichtfach mit jeweils zwei Wochenstunden angeboten. In allen Klassenstufen wird das Fach Religion benotet und geht somit ins Zeugnis ein. Vielfach nutzen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Religion als Prüfungsfach im Abitur zu wählen.

In Hamburg gibt es das besondere Modell des Religionsunterrichts für alle, der offen für alle Schülerinnen und Schüler ist, ungeachtet ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen. Es gibt also keine Aufteilung nach Religionen oder Konfessionen. So nehmen auch an unseren Religionskursen Schülerinnen und Schüler ganz unterschiedlicher Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen teil.

Dies ermöglicht, in einen direkten Austausch und Dialog miteinander zu treten. Hierbei möchte der Religionsunterricht Schülerinnen und Schüler anregen, offen für verschiedene religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu sein und Unterschiede gerade in Sachen der Religion zu akzeptieren, während so auch eigene religiöse und weltanschauliche Überzeugungen entwickelt und gefördert werden.

Ausgehend von den Religionen, die das Leben in Hamburg prägen, beschäftigt sich der Unterricht mit Traditionen des Christentums, des Judentums, des Islams und anderer Religionen. Ein wesentliches Ziel des Religionsunterrichtes ist es, dazu beizutragen, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen in Hamburg gemeinsam arbeiten und zusammen in Frieden und Gerechtigkeit leben können.

Ästhetische Fächer

Das Fach Geographie erfreut sich seit vielen Jahren bei unseren Schülerinnen und Schülern einer großen Beliebtheit. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass Geographie in drei unserer Oberstufenprofile als profilgebendes Fach vertreten ist. In Zeiten, in denen Distanzen zu anderen Ländern und Kulturen dank modernster Technik problemlos zu überwinden sind, ist es wichtig, sich mit der naturräumlichen und kulturellen Vielfalt unserer Erde auseinanderzusetzen, um diese zu erkennen und zu verstehen. Das Eingreifen des Menschen in den Raum und die vielfältigen Auswirkungen, die sich aus der Interaktion der auf der Erde vorhandenen bzw. vom Menschen ausgehenden Wirkungsfaktoren ergeben, machen die Komplexität, allerdings auch den Reiz und die Anziehungskraft des Faches Geographie aus.  

„Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.” Immanuel Kant (1724 – 1804): Vorlesungen zur Physischen Geographie.

  Der Fachunterricht Geographie findet am Gymnasium Meiendorf von der Jg.6 bis zur Oberstufe statt. Ab der Jahrgangstufe 7 bis zum Abitur wird das Fach auch bilingual angeboten. Weitere Hinweise hierzu sind auf der Seite zum bilingualen Unterricht zu finden.

  • In Jg. 6 (dort halbjährig mit zwei Fachtagen) beschäftigen wir uns mit den Themen „Orientierung auf der Erde“, „Leben und Wirtschaften in Deutschland“ und dem Nahraum „Hamburg als Lebensraum“. Während der zwei ganztägigen Fachtage wird das Thema „Orientierung“ inkl. Kartographierung vertieft und der Lebensraum Alpen näher betrachtet.
  • In Jg. 7 lernen die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt Europas kennen und die Grundlagen für das unterschiedliche Leben und Wirtschaften in den Klima- und Vegetationszonen unserer Nachbarländer;
  • Eine Besonderheit ist hier der thematisch anknüpfende Ausflug in das Klimahaus Bremerhaven, um dort unseren theoretischen Unterricht mit allen Sinnen erweitern zu können.
  • In Jg.8 erfahren die SuS interessante Details über die Weltmacht USA und die Länder China und Indien als heranwachsende Wirtschaftsmächte.
  • In Jg. 9 analysieren die Klassen den Aufbau der Erde und die Kräfte, die tagtäglich dafür sorgen, dass die Erde ein lebendiger und sich ständig wandelnder Planet ist.
  • In Jg. 10 betrachten wir die Struktur der Weltwirtschaft und der Globalisierung. Die dabei auffallenden unterschiedlichen Entwicklungsstände verschiedener Staaten bieten viel Gesprächs- und Diskussionsstoff.

In der Oberstufe lauten die vier großen Themenbereiche der Semester in den Profilen und in den Grundkursen: Stadtgeographie, Ökologie, globale Disparitäten und Nachhaltigkeit. Neben dem regulären Unterricht versucht der Fachbereich Geographie den Unterricht durch Exkursionen an außerschulischen Lernorten zu bereichern. Zudem nehmen die Geographie-Kurse der Mittelstufe jährlich am größten deutschen Schülerwettbewerb „DIERCKE WISSEN“ (http://www.diercke.de/wissen) teil.

 

Was will der Geschichtsunterricht erreichen?


Im Geschichtsunterricht geht es nicht um das reine Auswendiglernen und Abfragen von Jahreszahlen, sondern um die Vermittlung von

  • Gegenwartsverständnis (wie beeinflussen Ereignisse der Vergangenheit unsere Gegenwart und Zukunft?),
  • persönlicher Orientierung (inwieweit werde ich als einzelner von der Vergangenheit geprägt?),
  • politischer Handlungsfähigkeit (die Entwicklung unserer Gesellschaft ist ein ständiger Prozess – wie beurteile ich ihn und wie kann und will ich ihn beeinflussen?),
  • Toleranz und Fremdverstehen (warum unterscheiden sich viele historische Gesellschaftsformen und Lebensweisen so grundsätzlich von unserer eigenen?)

durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit. Ganz ohne Raster können diese Lernziele natürlich nicht erreicht werden, weshalb über die Jahre zunehmend ein Wissen über Namen, Daten und Sachzusammenhänge aufgebaut wird, das die Schüler zum kritischen Umgang mit und Deuten von Quellen befähigt.

Welche Themen werden besprochen?


Der Geschichtsunterricht beginnt in der 6. Klasse mit der Frage, was eigentlich Geschichte ist, wo Vergangenheit anfängt und wie weit sie überhaupt zurückgehen kann, gibt einen ersten Einblick in die Arbeit der Archäologen und beschäftigt sich dann mit den verschiedenen Gesellschaftsformen der Ur- und Frühgeschichte, der frühen Hochkulturen und der Antike. In der 7. Klasse steht die Lebenswelt des Mittelalters im Zentrum, in der 8. Klasse steht die Entwicklung erster moderner Demokratien sowie der Industrialisierung im Mittelpunkt. Die 9. Klasse beschäftigt sich mit den Konflikten innerhalb und außerhalb Europas, die zum Ersten Weltkrieg, zur Gründung der Weimarer Republik und letztendlich auch zur Machtergreifung Hitlers 1933 führten. Im Laufe der 10. Klasse wird mehr und mehr die Gegenwartsgeschichte von der Nachkriegszeit über den Kalten Krieg bis zur Wiedervereinigung ins Zentrum des Unterrichts gerückt.

In der Profiloberstufe wird Geschichte innerhalb der ästhetischen Profile („Mensch-Macht-Kunst“ und „Ausdruck und Wahrnehmung“) als profilgebendes Fach 4-stündig fortgeführt. Es ist aber auch eine 2-stündige Anwahl des Faches Geschichte auf grundlegendem Niveau außerhalb der Profilschiene möglich. Die inhaltlichen Schwerpunkte im Geschichtsunterricht der Oberstufe werden durch das Zentralabitur geprägt.

Wie wird gearbeitet?


Neben dem Schulbuch, Sach- und Textquellen, Bildern, Karikaturen, Statistiken und Liedern stehen für alle Klassen begleitende Materialien am PC zur Verfügung. Selbständige Recherche über historische Ereignisse führen die Schüler nicht nur in der schuleigenen Bibliothek und im Internet durch, in der 10. Klasse bzw. in der Oberstufe besuchen sie das Hamburger Staatsarchiv, um vor Ort einen Einblick in Originalquellen bekommen zu können. Aber auch das reiche Museumsangebot Hamburgs wird genutzt. Unter anderem erproben sich Sechstklässler im steinzeitlichen Feuermachen und Werkzeugschlagen z.B. im Helms-Museum; Achtklässler können im Auswanderermuseum BallinStadt auf der Veddel die Sorgen, Nöte und Umstände nachvollziehen, die Flüchtlinge in der Vergangenheit auf die Suche nach einer neuen Heimat trieben; Zehntklässler arbeiten in Neuengamme mit Quellen, die ihnen das Schicksal politischer Häftlinge im KZ-Neuengamme näher bringen.

History – Geschichte Bilingual


Geschichte wird am Gymnasium Meiendorf ab der 7. Klasse auch auf Englisch angeboten. Dabei unterscheiden sich die Inhalte, die in History vermittelt werden, nicht vom normalen Geschichtsunterricht. Die Erarbeitung der sozialen und politischen Themenschwerpunkte auf Englisch bereiten Schülern, die Interesse an unserem Projekt Model United Nations (MUN) haben, außerdem einen leichteren Einstieg ins Erörtern und Debattieren gegenwärtiger globaler  politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Fragestellungen auf Englisch.

I. Breckwoldt (Stand 2017)

 

Philosophieren bedeutet, selbstverständlich geglaubte Dinge in Frage zu stellen.  

Während in anderen gesellschaftswissenschaftlichen Schulfächern also vielleicht gefragt wird, wie das Staatsoberhaupt von Italien heißt, fragen wir in Philosophie, was ein Staatsoberhaupt eigentlich ausmacht und ob ein Staat überhaupt ein Oberhaupt braucht.  

Grundsätzlich orientieren wir uns in allen Jahrgängen an Immanuel Kants vier großen Fragen:

  1. Was kann ich wissen? — Wir setzen uns damit auseinander, wie Vorurteile und Urteile entstehen, ob wir unseren Sinnen oder unserem Verstand trauen können und was es eigentlich heißt, gebildet oder klug zu sein.
  2. Was soll ich tun? — Wir beschäftigen uns mit ethischen Fragen rund um Themen wie Gerechtigkeit, Freundschaft, Liebe oder Macht.
  3. Was darf ich hoffen? — Wir befassen uns mit dem Sinn des Lebens, gesellschaftlichen Prozessen, dem Umgang mit dem Tod und mit Religionskritik.
  4. Was ist der Mensch? — Wir fragen uns, was den Menschen vom Tier und vom Roboter unterscheidet, was Schönheit und Kunst eigentlich bedeuten und welche Rollenbilder wir wann verkörpern.

 
Philosophie am Gymnasium Meiendorf heißt:

  • das Staunen über Alltägliches erhalten bzw. wiedergewinnen
  • einen Einblick in die wichtigsten Positionen und Gedankenexperimente der Philosophiegeschichte erhalten
  • philosophische Motive auch in Romanen, Filmen und TV-Serien zu erkennen und zu ergründen
  • Freude am Denken ausleben
  • kritisches Hinterfragen üben
  • logisch stringentes Argumentieren erlernen
  • zu begründeten Urteilen kommen
  • ein Problembewusstsein zu entwickeln, gute Fragen stellen, gemeinsam Antworten finden und manchmal auch aushalten lernen, dass es keine abschließenden Antworten gibt

 
Ab Jahrgang 8 bis hin zum Abitur kann zwischen Religion und Philosophie gewählt werden.  

In den Klassen 9 und 10 kann MUN als Wahlpflichtfach gewählt werden. In der Oberstufe ist es fester Bestandteil der Oberstufenprofile “Internationale Beziehungen” sowie “International Relations”.

Weitere Informationen zum Thema MUN finden Sie auf unserer MUN-Seite.

Inhalte des Unterrichts:


Im Fach PGW (ab der 8. Klasse) wird unseren Schülern Demokratiekompetenz vermittelt. Ausgehend von ihrer eigenen Lebenswelt, der Familie, der Clique und der Schule lernen sie die verschiedenen Ebenen des gemeinschaftlichen und gemeinschaftlich geregelten Zusammenlebens kennen. Sie erörtern dieses in Bezug auf seine Zwänge und Gestaltungsmöglichkeiten, um wiederum eigene Möglichkeiten nutzen zu können, am politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen und dieses mitzugestalten.
In der 9. Klasse nimmt die Vorbereitung zum dreiwöchigen Betriebspraktikum einen recht großen Raum ein. Die Schüler haben dann die Möglichkeit für drei Wochen Arbeitsabläufe und Koordination in einem Betrieb näher kennenzulernen.
Gleichzeitig werden die Inhalte in Klasse 9 und 10 zunehmend komplexer: Es werden marktwirtschaftliche Prozesse betrachtet, politische Systeme und die aktuelle internationale Politik analysiert sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Sozialstaates erörtert. In diesem Zusammenhang sind die Schüler dazu eingeladen, ihr erworbenes Wissen innerhalb der Simulation Model United Nations (MUN) weiter zu festigen.
An die Lerninhalte angebunden sind Exkursionen, z.B. zum Gericht, ins Rathaus oder nach Möglichkeit auch nach Berlin.
In der Oberstufe ist PGW gleich in mehrere Profilen vertreten – als profilgebendes und als profilbegleitendes Fach. Hier können fächerübergreifende und vertiefende Projekte erarbeitet werden, die sich aktuellen Fragestellungen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft widmen.

Leistungsbewertung PGW & Geschichte

B. Lohmann (Stand 2017)

Fühlen, Denken und Handeln des Menschen stehen im Fach Psychologie im Mittelpunkt.

Die SchülerInnen lernen Erkenntnisse aus der Wissenschaft der Psychologie kennen und sollen diese, wenn möglich, mit eigenen Erfahrungen und Beobachtungen abgleichen. Dadurch kann die Eigenwahrnehmung und die Wahrnehmung der Lebenswelt geschärft und reflektiert werden. Außerdem lernen die SchülerInnen Berufsfelder und wissenschaftliche Forschungsmethoden sowie Diagnoseverfahren und therapeutische Ansätze aus der Psychologie kennen.
Die Unterrichtsinhalte sind vor allem lebensnahe Themen wie Wahrnehmung, Lernpsychologie, Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie, Kommunikation und Bindungstheorien. Außerdem beschäftigen sich die SchülerInnen mit psychischen Krankheitsbildern und Persönlichkeitsstörungen. Arbeitsprozesse, in denen die SchülerInnen eigenständig zu Hypothesen und Fragestellungen recherchieren und forschen, sind ein ebenso bedeutender methodischer Teil des Unterrichts, wie der Austausch in der Gruppe, welcher eine respektvolle und wertschätzende Kommunikation voraussetzt und fordert.

Das Fach wird in der Oberstufe als Grundkurs angeboten.

A. Nennhaus (Stand 2017)

Das Fach Religion wird am Gymnasium Meiendorf in Klasse 5 und 6 mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Ab Klasse 8 wird Religion als Wahlpflichtfach mit jeweils zwei Wochenstunden angeboten. In allen Klassenstufen wird das Fach Religion benotet und geht somit ins Zeugnis ein. Vielfach nutzen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Religion als Prüfungsfach im Abitur zu wählen.

In Hamburg gibt es das besondere Modell des Religionsunterrichts für alle, der offen für alle Schülerinnen und Schüler ist, ungeachtet ihrer religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen. Es gibt also keine Aufteilung nach Religionen oder Konfessionen. So nehmen auch an unseren Religionskursen Schülerinnen und Schüler ganz unterschiedlicher Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen teil.

Dies ermöglicht, in einen direkten Austausch und Dialog miteinander zu treten. Hierbei möchte der Religionsunterricht Schülerinnen und Schüler anregen, offen für verschiedene religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu sein und Unterschiede gerade in Sachen der Religion zu akzeptieren, während so auch eigene religiöse und weltanschauliche Überzeugungen entwickelt und gefördert werden.

Ausgehend von den Religionen, die das Leben in Hamburg prägen, beschäftigt sich der Unterricht mit Traditionen des Christentums, des Judentums, des Islams und anderer Religionen. Ein wesentliches Ziel des Religionsunterrichtes ist es, dazu beizutragen, dass Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen in Hamburg gemeinsam arbeiten und zusammen in Frieden und Gerechtigkeit leben können.